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Unsere zukünftigen Lehrpersonen

Diskussionspapier, Januar 2008

Abstract

Unsere zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer – Institutionelle Faktoren bei der Wahl eines Studiums an einer Pädagogischen Hochschule

Obwohl angehende Lehrerinnen und Lehrer der obligatorischen Schulstufen heute in der ganzen Schweiz in akademischen Studiengängen auf der Tertiärstufe ausgebildet werden, gibt es Anzeichen dafür, dass sie sich in verschiedener Hinsicht von Studierenden der universitären Hochschulen unterscheiden. In diesem Papier wird die Studien- und Berufswahl Lehrerin/ Lehrer anhand der Daten von über 1500 Gymnasiumsabsolventinnen und -absolventen aus der Deutschschweiz untersucht. Die Analyse bestätigt, dass sich Maturandinnen und Maturanden mit einem Interesse für den Lehrberuf auf der Primar- und Sekundarstufe I signifikant von jenen unterscheiden, die ein Fachstudium an einer Universität anstreben. Die Selbstselektion in den Lehrberuf (obligatorische Schulstufen) beruht auf geschlechts- und herkunftsspezifischen Merkmalen sowie auf Faktoren wie Interessen und Neigungen. Die Untersuchung zeigt aber auch, dass gewissen Merkmalen der Ausbildung dabei eine entscheidende Rolle zukommt. So sind es strukturelle und institutionenspezifische Faktoren wie die Studiendauer und die direkte Berufsbefähigung oder eine zumindest antizipierte stärker praxis- und weniger wissenschaftlich orientierte Ausbildung, was junge Personen motiviert, eine Lehrkräfteausbildung an einer Pädagogischen Hochschule anzustreben.

Dieser Befund wird durch die Beobachtung erhärtet, dass sich angehende Gymnasiallehrkräfte, deren Ausbildung mehrheitlich universitär organisiert ist, praktisch nicht von den übrigen zukünftigen Studierenden an Universitäten unterscheiden.

Download des gesamten Berichts.

Kommunizierender Autor: Stefan Denzler, SKBF, Entfelderstrasse 61, CH-5000 Aarau, email: stefan.denzler@skbf-csre.ch

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